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GNU Free Documentation License Esso utilizza materiale tratto da http://de.wikipedia.org/wiki/Kuss Cronologia http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kuss&action=history Kussaus Wikipedia, der freien EnzyklopädieEin Kuss ist der Körperkontakt mit einer Person oder einem Gegenstand mit dem Mund. Bei Menschen mit den Lippen.
„Der Kuss“ von
Francesco Hayez
Farbfoto eines Kusses
Er ist eine in sehr vielen Kulturen bekannte Ausdrucksform einer Emotion. Die Bedeutung des Kusses, insbesondere in der Öffentlichkeit ist jedoch kulturell unterschiedlich. Der 6. Juli ist der jährliche Tag des Kusses.
Herkunft [Bearbeiten]Nach heutiger Erkenntnis kommt der Kuss von der Mund-zu-Mund-Fütterung, die bei vielen Tieren und sogar bei einigen Volksstämmen üblich ist. Eine weitere Theorie führt das Küssen auf die orale Phase des Kindes und die in dieser Zeit stattfindende Lustbefriedigung über den Mund, zurück. In Asien und der Arktis dagegen weit verbreitet ist der Riechgruß (häufig auch Nasenkuss oder Eskimokuss genannt, siehe auch Abschnitt Kulturelle Unterschiede). Dieses Verhalten ist vom Beschnüffeln des Gegenübers ableitbar.
Zuneigung [Bearbeiten]In der westlichen Kultur wird der Kuss meistens genutzt, um Liebe oder (sexuelle) Zuneigung auszudrücken. Normalerweise sind dabei zwei Personen beteiligt, die sich gegenseitig auf die Lippen oder andere Körperstellen küssen. Beim Küssen aus Zuneigung ist das körperliche Empfinden oft wichtig. Liebesküsse sind oft lang und intensiv (z. B. Zungenkuss). An den Lippen sind besonders viele Nervenden vorhanden, wodurch beim Küssen besonders der Gefühlssinn beteiligt ist. Weiterhin werden durch die Nähe beim Kuss Pheromone besonders gut übertragen. Ein Kuss kann so die Lust steigern. Neben der erotischen Komponente soll es auch eine Kuss-Symbolik geben, z. B. bedeutet ein Kuss auf die Augenlider einen Ausdruck der Sehnsucht.
Kulturelle Unterschiede [Bearbeiten]Im Westen gilt es nicht als anstößig, sich in der Öffentlichkeit zu küssen. Wenn man jedoch in östlichen Kulturkreisen unterwegs ist, sollte man aus Rücksicht das Küssen in der Öffentlichkeit unterlassen. In Japan und Indien etwa werden Küsse in der Öffentlichkeit nicht gerne gesehen, weil sie nach der dort vorherrschenden öffentlichen Meinung zum Vorspiel gehören und somit nur etwas hinter verschlossenen Türen zu suchen haben. Dass es in der Arktis üblich ist, sich mit der Nase zu küssen, zählt zu den zahlreichen populären Irrtümern über die Inuit. Damit gemeint ist sogenannte „Riechgruß“ (siehe oben), der keine ethnische Variante des Küssens darstellt, sondern eine Geste eigener Art.[1] In der Jugendszene verbreitet sich der Begrüßungskuss immer weiter, vor allem unter jungen Frauen. Es handelt sich hierbei um einen angedeuteten Kuss auf die Wange des Gegenübers und symbolisiert gute Freundschaft.
Anderes [Bearbeiten]
Gruß [Bearbeiten]Küssen kann auch eine Grußform zwischen Menschen sein. Je nach verschiedener Kultur ist der Begrüßungskuss auf den Familienkreis beschränkt oder wird auch im engeren oder weiteren Bekanntenkreis gepflegt. In Spanien und Frankreich ist es zum Beispiel üblich Familienmitglieder und Freunde mit einem beso (Küsschen) bzw. bisou zu begrüßen und zu verabschieden. Dabei wird typischerweise auf die Wange (Wangenkuss) „geküsst“. Eine Akkolade ist ein angedeuteter „Wangenkuss“ links und rechts. Gegenbeispiele für echte Mundküsse sind einerseits der sozialistische Bruderkuss, der vor allem bei Staatsbesuchen und/oder Parteiversammlungen des Ostblocks vor möglichst großer Medienpräsenz gepflegt wird. Andererseits der schwule „Schwesternkuss“ als demonstrative Geste in der Szene, dazuzugehören. Er gehört schon fast zum Ritual, wenn Clubmitglieder vom Türsteher empfangen oder wegen Dresscodeverstoß zurückgewiesen werden und soll sagen: „Du gehörst zu uns“. Weiterhin ist der Schwesternkuss das Symbol für „Auf Leben und Tod - wir halten zueinander“ auf sog. Kiss-Ins bei AIDS-Demonstrationen. Beim Abschied wird der Abschiedskuss ausgetauscht. Dieser kann je nach sozialer Stellung, Enge der Beziehung, Länge der Trennung usw. unterschiedlich erfolgen (als Wangenkuss, als intimer Kuss oder als flüchtiger Kuss).
Verehrung [Bearbeiten]Auch den Kuss aus Gründen der Verehrung gibt es. Beispiele sind der Handkuss, wobei sich der Mann vor der Dame zum Handkuss respektvoll verneigt oder niederkniet. Noch ehrerbietigere Formen sind der Kuss des Ringes, des Kleidsaumes der Dame oder auch der Fußkuss als Zeichen der absoluten Ergebenheit eines Mannes gegenüber einer Dame, wobei der Mann das Knie vor ihr beugt. Zu nennen ist auch der Kuss eines repräsentativen Symbols (Ring oder Zepter des Herrschers bzw. kirchlichen Würdenträgers). Hier ist die Komponente der Zuneigung zugunsten der Symbolik zurückgedrängt. Den Kuss als Zeichen der Verehrung gibt es auch in der christlichen Liturgie; so küsst im katholischen eucharistischen Gottesdienst der Priester zu Beginn der Feier den Altar und nach der Verkündigung des Evangeliums das Evangelienbuch, beide sind Zeichen der Gegenwart Christi. In den orthodoxen Kirchen werden die Ikonen mit einem Kuss verehrt.
Zungenkuss [Bearbeiten]Ein Zungenkuss ist ein Kuss, bei dem man die Zunge des Partners mit der eigenen Zunge berührt. Gegenüber dem einfachen Kuss auf die Lippen vergrößert er die körperliche Intimität und die damit einhergehenden angenehmen Empfindungen. Der Zungenkuss wird häufig von Beziehungspartnern praktiziert und hat meist eine sexuelle Komponente.
Judaskuss [Bearbeiten]
Judas küsst Jesus (Ausschnitt eines Freskos von
Giotto di Bondone, Capella degli Scrovegni, Padua, 1304-1306)
Nach Mt 26,48f EU verriet der von Jesus von Nazaret berufene Apostel Judas Ischariot diesen an die von den Hohenpriestern ausgesandte Truppe mit einem Kuss, der als vereinbartes Erkennungszeichen vorher verabredet worden sei. Daher bezeichnet man heute einen geheuchelten Kuss oder eine andere derartige Geste, in der sich statt Freundschaft Feindschaft und böse Absicht verbergen, als „Judaskuss“.
Todeskuss [Bearbeiten]Der Todeskuss hat zwei Bedeutungen: Entweder wird ein sterbender Mensch unmittelbar vor seinem Tod geküßt, oder der Kuss löst ohne weitere Gründe den Tod des Menschen aus. Als Todeskuss bezeichnet man auch einen Kuss, der dem Geküssten zeigt, dass der Küssende ihn töten (lassen) wird. Dieser Kuss ist angeblich in der kriminellen Unterwelt verbreitet und wird in mehreren Filmen gezeigt, z. B. Kiss of Death, Der Pate.
Zitate [Bearbeiten]
Quellenangaben [Bearbeiten]
Literatur [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
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